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Großanlage im Hamburger Hafen in Betrieb

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Hamburger Hafen setzt auf die Sonne.
Städtischer Energieversorger nimmt neue Großanlage bei der HHLA in Betrieb. Experten raten bereits zu weiteren Projekten.

HAMBURG. Genau um 11.08 Uhr drückten am 19.07.2011 Klaus-Dieter Peters und Michael Beckereit den roten Knopf. Die Chefs der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und des städtischen Energieversorgers Hamburg Energie starteten damit eine der größten auf einem Dach montierten Solaranlagen in Hamburg. "Ein schöner Tag für uns", sagte Beckereit nicht nur, weil die Sonne auf die 4000 Dünnschichtmodule auf dem Logistikzentrum Altenwerder nahe dem Containerterminal schien. Der Energieversorger hat mit der neuen Anlage auch das Ziel einer im vergangenen Juli gestarteten Solaroffensive erreicht. Zusätzlich wurden in den vergangenen zwölf Monaten mehr als zehn Megawatt an Solarleistung in der Hansestadt installiert. Damit können allein über 3000 Haushalte an der Elbe mit Strom versorgt werden.

Für den Aufbau der Anlagen hat die Hamburg-Energie Solar (HES), eine Tochter des Energieversorgers, inzwischen 125 000 Quadratmeter Dachflächen angemietet, auf denen sie ihre Solarmodule installieren konnte. Neben der HHLA wurden etwa Airbus, das Uniklinikum Eppendorf und der Flughafen als Partner gewonnen. Auch am Millerntor-Stadion fangen inzwischen Module die Sonne ein. Für die Flächen erhalten die Unternehmen vier Prozent der gesetzlichen Einspeisevergütung.

Erleichtert wurden der HES die Investitionen von 25 Millionen Euro durch eine von der Hamburger Volksbank vertriebene Anleihe. "Das Eigenkapital von vier Millionen Euro haben vor allem Privatleute problemlos gezeichnet", sagte Beckereit. Sie sollen nun nach eigenen Berechnungen der Bank über zehn Jahre hinweg eine Rendite von 5,8 Prozent erhalten.

Durch das Zehn-Megawatt-Projekt macht Hamburg im Vergleich zu anderen Bundesländern bei der Solarenergie Boden gut. "Insgesamt kommen wir in der Hansestadt nun auf rund 19 Megawatt. Das bedeutet aber immer noch den vorletzten Platz vor Bremen", sagte HES-Chef Volker Malle. Denn der Ertrag liege in süddeutschen Städten wie Stuttgart oder München im dreistelligen Bereich.

"Schon aufgrund dieser Differenz", so Bernd Schüßler, Solarexperte beim Solarmagazin Photon, "ist es sinnvoll, den Ausbau der Solarenergie in Hamburg weiter zu forcieren." Sie sei die ideale Ergänzung für die Windkraft, über die vor allem im Winter der meiste Strom erzeugt werde.

Selbst die um 13 Prozent geringere Sonneneinstrahlung gegenüber Freiburg sieht Schüßler nicht als Hindernis. Schließlich könne Sonnenenergie seit Jahren immer günstiger erzeugt werden. "So ist allein der Preis für die Module seit dem Jahresbeginn um 20 Prozent gesunken." Dies sichere auch die Anleger ab, die ohnehin davon profitierten, dass Solarstrom als erneuerbare Energie immer eingespeist und damit ohne Unterbrechungen verkauft werden könne.

Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht die Stadt bei der Solarenergie auf richtigem Kurs. "Gerade für eine Stadt ist sie sinnvoll, weil ein riesiges Potenzial von Dächern existiert und durch die Anlagen keine Konflikte mit Anwohnern entstehen", sagt Andree Böhling, Experte für erneuerbare Energien bei Greeenpeace. Schon weil die Technologie auch in den kommenden Jahren immer günstiger werde, solle die Hansestadt das Thema weiter vorantreiben. "Ich sehe keinen Grund, gerade jetzt das Projekt bei der HES zu beenden", sagt Böhling.

Eine Fortsetzung ist auch für Hamburg Energie nicht ausgeschlossen. "Dabei könnten auch wieder die Bürger beteiligt werden", sagt Sprecher Carsten Roth. Mit entscheidend dafür sei jedoch, ob noch weitere für die Module geeignete Dächer in der Stadt gefunden werden könnten. Zudem spiele es für die Renditen eine Rolle, ob die Vergütung für den Solarstrom künftig weiter sinken werde. Derzeit sei eine Reduzierung der Sätze, die zwischen knapp 22 und knapp 29 Cent pro Kilowattstunde liege, für 2012 geplant.

Seit gestern fließt aber nun zunächst Strom vom Dach des HHLA-Logistikzentrums in das eigene Netz des Hafenunternehmens, über das auch das Terminal Altenwerder versorgt wird. "Das passt zu unserer Nachhaltigkeits-Strategie", freute sich HHLA-Vorstandschef Peters. Für sie lässt er auf dem Terminal gerade batteriebetriebene Fahrzeuge für den Transport von Containern testen. Dazu ist das Dach des Werkstattgebäudes auf dem HHLA-Terminal Tollerort für eine weitere Solaranlage vorgesehen.

Quelle: Hamburger Abendblatt vom 20.07.2011, Rolf Zamponi
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