Erneuerbare Energien

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Boom der Solarfonds

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Nachhaltigkeit ist "in". Mit der großen Nachfrage steigt auch die Zahl der Angebote – und manchmal auch die Preise.

"Erneuerbare Energien sind für deutsche Anleger ein wichtiges Thema", sagt Michael Fürstenberg von der australischen Macquarie Bank.

In der Tat: Die Deutschen investieren zunehmend Grün. Mehr als eine halbe Milliarde Euro haben die Initiatoren Geschlossener Fonds mit Nachhaltigkeitsanspruch von Oktober 2009 bis Oktober 2010 einsammeln können. Rund 40 Geschlossene Fonds mit nachhaltigen Themenschwerpunkten wurden im vergangenen Jahr aufgelegt.

Nachhaltig investieren

Insbesondere Solarfonds stehen hoch im Kurs. Die Investitionen in Sonnenenergie machen fast 90 Prozent dessen aus, was unter dem Begriff "Nachhaltigkeit" angeboten wird. Allein im dritten Quartal investierten Anleger 127,7 Millionen Euro in Solarfonds . Mit Abstand der größte Initiator ist nach eigenen Angaben die KGAL. "Wir haben 150 Megawatt Solarstrom umgesetzt", sagt Geschäftsführer Gert Waltenbauer, "alle Fonds laufen über den Erwartungen."

Vor allem die staatliche Förderun hat den Boom angeheizt. Hintergrund: In EU-Ländern gibt es staatlich garantierte Einspeisungsvergütungen. So können Anleger langfristig kalkulieren: Der Rohstoff, aus dem die Energie gewonnen wird, nämlich die Sonnenstrahlen, ist grundsätzlich kostenfrei. So entfällt das Risiko von Preisschwankungen beim Einkauf. Und auf der Einnahmeseite winken langfristig staatlich garantierte Preise.

"Lange Zeit galten Solarfonds deshalb als Selbstläufer", sagt Michael Ruhl von der Deutschen Fonds Holding AG. Große Nachfrage sorgt für steigende Preise, Solarfonds boomen also. Das hat allerdings bereits Nebenwirkungen. "Mittlerweile sind sehr viele Anbieter im Markt. Das treibt die Preise", sagt Heiko Juppien von Laureus. "Diese Fonds sind so sehr gefragt, dass die Initiatoren neue Solar-Projekte zum Teil sehr teuer einkaufen. Und wenn ein Fonds zu teuer einkauft, sinken natürlich die Renditechancen ", bestätigt Tyark Goldenstein von Ökorenta. Deshalb sollten Investoren die Fondsprospekte genau studieren.

"Entscheidend für den Erfolg eines Fonds ist in erster Linie der Standort", erklärt Hermann Klughardt von Voigt & Collegen GmbH. "Der Mix aus Sonnenschein, staatlicher Förderung und Kaufpreis muss stimmen." Ein Beispiel dafür: Im sonnenreichen Spanien wird Solarenergie mit rund 29 Eurocent pro Kilowattstunde gefördert. Diese Konditionen sind für 25 Jahre garantiert und durch eine zusätzliche Koppelung an einen Inflationsindex gegen Wertverlust geschützt. Auch in Italien, wo rund 43 Cent pro Kilowattstunde gezahlt werden, ist ein indirekter Inflationsschutz eingebaut, da ein Teil der Vergütungen mit allgemein steigendem Strompreis zunehmen. In Deutschland wird die Kilowattstunde auf Freilandflächen auf Sicht von 20 Jahren mit rund 22 Cent gefördert – ohne Inflationsschutz.

Die Förderungs-Bedingungen können sich zudem hierzulande ohne Vorwarnung relativ schnell ändern. Weiterer Nachteil für deutsche Standorte: Die Sonne scheint nicht so oft. "Deshalb können sich Solar-Anlagen in Südeuropa selbst dann noch besser rechnen, wenn sie deutlich teurer sind als baugleiche Anlagen in Deutschland", sagt Hermann Klughardt.

Überraschungen einplanen

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Solarfonds ist die Rendite. Hier sollten sich Anleger gut beraten lassen. Denn Projekte, die auf dem Papier weniger Rendite versprechen als andere, können positiv überraschen. Ein Grund kann sein, dass die Ertragsgutachten mehr oder weniger optimistisch bewertet und in die Prognosen einfließen können. Ein weiterer Grund kann eine überdurchschnittliche Sicherheitsreserve sein. "Wir kalkulieren bei unseren Fonds immer vier Prozent der Bruttoeinnahmen als Sicherheitsreserve für Unvorhergesehenes", sagt Klughardt. Für Anleger, die positive Überraschungen lieben, bietet eine konservative Ertragsprognose deshalb manchmal zusätzlichen Sonnenschein im Depot.

Quelle: www.rp-online.de

von Matthias von Arnim


 

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